Vennikler Wassersportcamp in Oudega

Das Beste aus Fahrtensegeln, Yachtsegeln und SUP vereint zu einem unvergesslichen Sommerurlaub voller Gemeinschaft und Glücksmomente: Das war das TVV Oudega Camp in 2025.

Mit dabei waren verschiedenste Segelboote, darunter unsere Polyvalk ,,Serenity‘‘, vier Laser, eine RS Aero sowie ein Laser 2, aber auch mehrere SUP‘s. Damit konnte Jeder und Jede individuell selbst für sich entscheiden, wie man seine Tage verbrachte.

Die Ankunft & der erste Abend

Bereits Tage bevor es losgehen sollte war die Vorfreude groß, und es wurden eifrig Boote auf Trailer verladen und gemeinsam auf Autodächer gehievt. Am Freitag pünktlich zu Beginn der Sommerferien ging es dann los. Nach rund drei Stunden Fahrt erreichten wir den schön gelegenen Campingplatz, der uns bereits einen Einblick auf die folgenden Tage gab.

Ein Volleyballfeld lud die Jugend dazu ein, ihr Talent außerhalb vom Wassersport zu zeigen oder auch das Feld mal eben zu einem Badmintonfeld umzufunktionieren. Ebenso gab es einen kleinen Sandstrand, der in den Augen der Sportler und Sportlerinnen natürlich nicht nur zum Baden, sondern auch perfekt zum Slippen geeignet war. Jedoch mussten wir mit Letzterem verständlicherweise noch die nächsten Tage abwarten.

Also haben wir, wie man das so macht, erstmal das Gepäck ausgeräumt und Zelte aufgeschlagen bzw. unsere Tiny Houses bezogen. Doch sind wir nun mal ein Wassersportverein, sodass für den ersten Abend noch ein weiterer Punkt auf der Liste stand: Boote abladen und segelfertig machen. Anschließend musste an dem Abend noch das Volleyballfeld ausprobiert werden, was sich als wahnsinnig gute Beschäftigung erwies, wenn man mal nicht auf dem Wasser war.

Den Abend ließen wir mit einem leckeren und gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Endlich Boote & Badespaß

Ausgeschlafen und gut gelaunt starteten wir in den nächsten Tag. Wir freuten uns über eine Wettervorhersage mit gutem Wetter und Wind. Zusammen stärkten wir uns mit einem Frühstück, bevor eine gemeinsame ,,Steuermannsbesprechung‘‘ stattfand, in der wir den bevorstehenden Tag planten, sowie die Route von Heeg zum Hafen von Oudega anschaulich vermittelt bekamen.

Zusammen bildeten wir zudem ,,Crews‘‘ -kleine Teams -, da dieses Jahr besonders viele Sportler und Sportlerinnen erstmals teilnahmen und das Segelrevier noch nicht kannten bzw. noch nicht vertraut mit dem Boot waren. Für das bestmögliche Segelerlebnis sollten alle Erfahrungslevel abgedeckt werden;).

Für die Meisten ging es an dem Tag zunächst nach Heeg, wo viele im Voraus ihre Polyvalks geliehen haben. Dafür haben wir erneut einige Fahrgemeinschaften gebildet, um die Autos anschließend effizient wieder zurückfahren zu können. Angekommen in Heeg stachen wir zusammen mit den Booten ,,in See‘‘.

Und siehe da: Der Wetterbericht hatte uns nicht enttäuscht. Bei schöner Sonne und einem gleichmäßigen Wind genossen wir das Segeln und entschieden uns, noch einen kleinen Abstecher zu einer Badeinsel vorzunehmen. Vor allen Dingen die Jüngeren hatten an diesem Tag einen wahnsinnigen Spaß, im angenehm warmen Wasser zu plantschen, aber natürlich hatten alle anderen auch nichts gegen eine kleine Abkühlung. So standen die Meisten in kürzester Zeit knietief im Wasser.

Abgekühlt legten wir nach ungefähr einer Stunde wieder ab und machten uns wieder auf den Heimweg nach Oudega, wo das gemeinsam und liebevoll zubereitete Abendessen nach diesem langen Tag besonders gut schmeckte.

Ein herzerwärmendes Miteinander

Auch die folgenden Tage herrschte eine familiäre Atmosphäre. Jeder half Jedem und es wurde viel miteinander unternommen.

Genauso wurden jeden Morgen und Abend die Mahlzeiten gemeinsam zubereitet, sowie vorher eingekauft. Am Abend wurden die Geschichten vom Tag zusammengetragen und viel berichtet. Auch der darauffolgende Abwasch stellte kein Problem dar und hat Vielen sogar Freude bereitet. Es wurde währenddessen vom Tag erzählt, von den Plänen, die man noch hatte, oder ob man schon im örtlichen „Katzencafe“ war. So blieb es immer sehr kurzweilig.

Man kam in der Woche viel miteinander in Kontakt und wir lernten uns untereinander immer besser kennen, tauschten uns über Segelerlebnissen aus  und machten gemeinsame Aktivitäten. Viele sind ab und zu über den Tag auf dem Campingplatz geblieben und haben den Tag genossen. Ob es mit einem Buch war, einer kleinen Fahrradtour oder Schwimmen, Jeder und Jede hat immer etwas Passendes für sich gefunden.

Dinghy Segeln

Neben der Polyvalk sind wir natürlich auch noch mit unseren anderen Dinghies gesegelt. Jetzt kann man sich die Frage stellen: Was sind überhaupt Dinghies? Um die Frage zu beantworten: Das sind kleine Segelboote ohne Kiel.

Mit dabei hatten wir, wie schon erwähnt, mehrere Laser (ILCA), einen Laser 2 und eine RS Aero. Mit diesen Booten ist hauptsächlich die Jugend rausgefahren, aber auch einige Erwachsene. Wir machten kleine Wettfahren, kenterten oft und nutzten den guten Wind mit dem sonnigen Wetter.

An einem Tag hat sich die Jugend abenteuerlustig auf den für sie unbekannten Wind eingelassen. Dabei blieben sie jedoch immer in der Nähe von einem unserer Jugendtrainer, der an Land geblieben war, um beeindruckende Fotos zu machen. Diese Entscheidung erwies sich auch nach kurzer Zeit als die Richtige, als eine Seglerin mit ihrem Laser kenterte. Normalerweise kein Problem, wenn das Wasser nicht so seicht gewesen wäre. Dadurch blieb der obere Teil des Mastes in dem Schlamm stecken, was es sehr schwierig machte, das Boot wieder aufzurichten.

Zum Glück sind in Friesland immer hilfsbereite und freundliche Segler in der Nähe. So konnte unser Jugendtrainer mit der Hilfe eines weiteren Seglers beim Aufrichten helfen. Von nun an hingen wir leere Plastikflaschen als Auftriebskörper an die Mastspitzen, sodass sie auf der Wasseroberfläche treiben konnten ohne mit dem schlammigen Booten in Kontakt zu kommen.

Stadtbesuch mit Umwegen

Eines Morgens haben sich Viele dazu entschieden, nach Workum zu segeln. Also wurden kurzerhand mehrere Crews gebildet. Der entspannte Hinweg führte uns zischen Schilf und Wiesen durch die schmalen friesischen Kanäle, hier und da durch einige Brückenmanöver unterbrochen. Angelegt und hungrig gingen wir an Land und schlenderten durch die schönen, liebevollen Geschäfte. Anschließend stärkten wir uns für den Rückweg mit italienischem Essen oder Etwas aus der Pommesbude.

Mit Souvenirs und einem vollen Magen legten wir ab und kamen kurze Zeit später an der ersten Brücke an. Der Wärter war gerade auf dem Weg in seine Pause – in einer Stunde sei er zurück. Und wer stand jetzt für eine Stunde vor dieser Brücke? Richtig: Wir. Jedoch ging die Zeit recht schnell vorbei, in der wir neue Knotentechniken kennenlernten und viel miteinander lachten. Als der Wärter uns dann aus der unfreiwilligen jedoch unverhofft geselligen Pause entließ konnten wir unseren Heimweg vorführen und kamen noch pünktlich vor Sonnenuntergang wieder am Campingplatz an.

Abreise

Aber leider auch die schönste Woche neigt sich irgendwann zum Ende. Etwas traurig, aber voll mit neuen Erlebnissen und Geschichten mussten die meisten am Freitag schon wieder abreisen. Einige blieben jedoch auch noch was länger und konnten so weitere schöne Tage in Oudega verbringen.

Wir freuen uns alle, nächstes Jahr wieder dabei zu sein und mit einem genauso breiten Grinsen auf dem Gesicht zu kommen, wie wir gegangen sind.

Bericht von Lotta Reißenweber